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Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel

21.02.08

Das weltweit verfolgte Sportspektakel setzt auch in der Beschallungstechnik höchste Maßstäbe

Mitte Januar fand in Kitzbühel zum 68. Mal das legendäre „Hahnenkamm“-Skirennen statt. Das weltweit verfolgte Sportspektakel setzt auch in der Beschallungstechnik höchste Maßstäbe. Murdock Music wurde diesen auch in 2008 gerecht – erneut mit Systemen von Electro-Voice.

Das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel ist für den Skizirkus das, was Monte Carlo für die Formel Eins oder Wimbledon für das Tennis ist: das Top-Ereignis der Saison. Die ganze Welt ist regelmäßig Zeuge, wenn sich die Skiathleten mit Todesverachtung die berühmt-berüchtigte „Streif“ herunterstürzen – über 90.000 Zuschauer sind alljährlich live an diesem Rennwochenende dabei.


Top-Ereignis der Ski-Saison: das „Hahnenkamm“-Rennen an der berühmt-berüchtigten „Streif“ (Photo: Rolex / Thierry Larrue)

Doch nicht nur für Mensch und Ski stellen der Super-G, die Abfahrt und der Slalom in den Tiroler Bergen eine maximale Bewährungsprobe dar: Auch die eingesetzte Beschallungstechnik stößt hier jedes Jahr an ihre Leistungsgrenze. Um den großen, internationalen Erwartungen gerecht zu werden, vertraut der Skiclub Kitzbühel – der Organisator des Skirennens – seit sechs Jahren auf die in Fieberbrunn bei Kitzbühel ansässige Sound- und Rental-Company Murdock Music Entertainment. „Mit jedem Jahr lernen wir etwas dazu“, sagt Peter Auer, Produktionsleiter bei Murdock Music Ent., über den Job beim Hahnenkamm-Rennen und fügt hinzu: „Aber es ist trotzdem jedes Jahr eine gewaltige Herausforderung.“

Um sich die Qualität der Beschallungsaufgabe vorstellen zu können, reichen drei Kriterien der Produktion: weitläufiges Areal mit enormer Steigung, extreme Witterungsverhältnisse, sensible Beschallungszonen. „Einerseits soll man 45.000 Zuschauer gleichermaßen beschallen, andererseits dürfen die Kollegen von Radio und TV nicht gestört werden. Und dann diese Geländebeschaffenheit mit seinen super-steilen Passagen und den Mulden ... Das ist schon eine harte Nuss, die es da zu knacken gilt.“


Bewährungsprobe für Mensch und Ski: die steile Abfahrt ins Tal (Photo: Rolex / Kurt Arrig)

Wichtigste „Nussknacker“ waren, wie schon in den Vorjahren, ein umfangreiches XLC-System und Verstärker von Electro-Voice. Konnte man im letzten Jahr die Boxen noch über den drei Kilometer langen Hang verteilt hängen sehen, waren sie in diesem Jahr blickdicht hinter den Planen der verschiedenen Video-Walls versteckt. „Das war für uns eigentlich optimal“, sagt Peter Auer, „weil wir so mit 120 Grad eine riesige Fläche abdecken konnten.“ Um Setup und Ansteuerung so optimal wie möglich zu gestalten, holte sich Murdock Music Ent. auch 2008 kompetente Hilfe: Ing. Thomas Hasenauer von der Firma Signal übernahm Simulation und Einmessen der Systeme. Mit Erfolg. Denn während das Publikum alle Informationen von Sprecher-Legende Michael Horn – der nach 45 Jahren in diesem Jahr seine Abschiedsvorstellung gab – informiert wurde, blieb der SPL vor der, dem TV vorbehaltenen Bereich vor der Tribüne, wunschgemäß auf niedrigem Niveau.

Euphorisch wird Peter Auer, wenn es um Performance und Robustheit der Electro-Voice-Systeme geht. „Wir hatten in diesem Jahr wieder alles: Sonne, Regen, Schnee, Kälte, Eis – das volle Spektrum. Doch die Anlage spielt und spielt.“ Vor fünf Jahren, als Murdock Music das erste Mal das damals brandneue XLC-System einsetzte, sei das Wetter genauso gnadenlos gewesen. „Mir haben die Boxen damals richtig Leid getan. Dieses Wetter! Da zischt der Wind von der Seite in die Ritzen rein – und trotzdem fiel kein einziges System aus. Unglaublich!“

Diese makellose Bilanz hält bis heute. Kein einziger Systemausfall musste bis jetzt beklagt werden. Die Erfahrungen ermutigten das Team um Firmenchef Stefan Gieringer und Produktionsleiter Peter Auer in 2008 dazu, selbst beim Rennen kein einziges Backup-System als Reserve parat zu haben. „Wir haben gleichzeitig noch eine VIP-Charity mit XLC betreut. Da war unser Lager einfach leer geräumt. Wir haben einfach auf Gott und auf EV vertraut.“


Blickdicht versteckt: das Equipment von Electro-Voice

Auer betont, dass der Aufwand beim Hahnenkamm Rennen einzigartig im alpinen Skisport sei: Bei keinem anderen Rennen würde so viel und so hochwertiges Material eingesetzt wie in Kitzbühel. „Das ist die Philosophie der Veranstalter“, sagt Auer, „das Beste ist hier nur gut genug. Das gilt für die Hauptsponsoren – wie z. B. Audi – genauso, wie für das Beschallungssystem. Aber“, so Auer weiter, „andere Veranstalter nehmen diesen Sound natürlich zur Kenntnis. Da gibt es schon Gespräche.“

Das Hahnenkammrennen 2008 – in Zahlen:

Zuschauer: 90.000 vor Ort, 500 Millionen TV-Zuschauer
Unterirdisch verlegte Kabel: 4,5 Kilometer

Boxen:
36 XLC127+
10 Xsub
4 XLC215
2 Xi2123

Amps:
15P3000
5P2000
4CP3000S
12CP2200

Controller:
6 EV Dx38
2 KT DN9848

Midas Mischpulte
Klark Technik EQs und Dynamics

Mehr Infos:
www.electrovoice.com
www.boschcommunications.com
www.eviaudio.de

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