King Crimson auf Tour mit der Midas XL8
Ihrem Ruf, auch live makellose Audioqualität zu bieten, wurde die Formation auch diesmal mehr als gerecht
von links nach rechts: Gavin Harrison und Tony Levin (King Crimson), Ian Bond (FOH), und Adrian Belew, Robert Fripp und Pat Mastelotto (King Crimson) mit der Midas XL8
Ian Bond, seit vielen Jahren ein Midas-Fan, über die zehn Termine umfassende Tour: “Das XL8-/DN9696-Paket war aus drei Gründen ideal: Es wurden house/hired-in Systeme verwendet, die Band benötigte diverse detailgenaue Monitor-Mixe und die Shows wurden aufgezeichnet. Weil ich der einzige Techniker bei dieser Tour war, musste ich mich um alles gleichzeitig kümmern. Ich brauchte also das beste und vielseitigste System zum Mixen und Aufzeichnen, das auf dem Markt erhältlich ist.”
“Obwohl die XL8 ein Technikwunder mit unglaublichen Möglichkeiten ist”, so Ian weiter, “ist die Anwendung genauso simpel wie beispielsweise mit einer Heritage: In runden fünf Minuten ist man bereit für die Show. Bei dieser Tour stellte ich die digitale Flexibilität der XL8 auf die Probe – mit FOH, Monitoren, und Aufnahmen. Bei den Proben brauchten wir nur eine gute Stunde für den Aufbau. Ich ließ einen internen Y Split laufen, d.h. ich machte sozusagen Kanal 1 und Kanal 49 gleich. Eins bis 48 war dabei das FOH Desk, und 49 bis 96 das Monitor Desk. So konnte ich der Band je nach Bedarf separate EQs und Dynamics geben, die wir dann auf 21 separate Monitorwege leiteten – 16 Stereo, 5 Mono – für Wedges, In-Ears und so weiter.”
Am stärksten aber zeichnet sich die XL8 laut Ian durch ihre POP- (Population) und VCA- (Variable Control Association) Gruppen aus. “Bei anderen digitalen Pulten muss man erst lange rumsuchen, bis man einen Kanal findet. Bei der XL8 lassen sich alle Inputs und Effekte vorher als Gruppe festlegen – und dann muss man nur noch den Knopf drücken. Ich kann zum Beispiel einen Kanal links von mir anordnen, so wie ich ihn in der VCA-Gruppe haben möchte. Zum Beispiel kommt Kanal 96 auf Knopfdruck genau neben meine Effektkanäle. Das alles ist extrem hilfreich, man hat ja schließlich nur zwei Hände. Alle diese Features sind außergewöhnlich und neu.”
Aber auch über den Klark Teknik DN9696 Rekorder ist Ian Bond voll des Lobes: “Zusätzlich zu den 96 kHz / 24 Bit Aufnahmen für das Archiv kann man den DN9696 auch zum Abspielen und Checken der Arrangements verwenden. Das war bei den Proben äußerst hilfreich, vor allem für die Schlagzeuger. So konnte ich Gates feintunen und Effekte herstellen – alles komfortabel per Knopfdruck.”
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