Teatro Cucinelli di Solomeo, Umbrien
Ein geschmeidiges Audiosystem von Yamaha adaptiert am Theater eines Cashmere-Pioniers dessen philanthropes Gedankengut
Jene Geschäftsleute, die weise in das Wohl Ihrer Angestellten und anderer Dinge investieren, fallen eigentlich immer auf. In Italien zählt Brunello Cucinelli zu dieser Spezies. Seine Menschenfreundlichkeit äußerte sich zum Beispiel in der großzügigen Restauration der historischen Altstadt von Solomeo in der Nähe der italienischen Stadt Perugia (Umbrien).
Eine tragende Rolle bei diesem Bauvorhaben spielt das Teatro Cucinelli, ein neues Theater mit 230 Plätzen, dessen Gestalt von den 400 Jahre alten Farnese-Theatern in Parma und Sabbioneta inspiriert wurde. Vervollständigt wird das elegante historische Design durch ein "State Of The Art"-Audiosystem von Yamaha. Moderne und Vergangenheit werden hier folglich auf einzigartige Weise miteinander verknüpft.

Stephan Luthi von Acoustic Light, der das Audiosystem designte und installierte, erklärt: "Herr Cucinelli achtete besonders auf die Akustik im Theater. In der Planungsphase wurde stets verdeutlicht: Das Theater sollte nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch wunderschön klingen."
"An der Bühne ereignen sich eine ganze Reihe verschiedener Events von Opern-Darbietungen über Live-Konzerte bis hin zu Konferenzen. Wir strebten ein System an, das sehr ausgewogen und dezent klingt - und bei dem man gar nicht merkt, dass verstärkt wird."
Zusätzlich zu diesen Maßgaben wollte der sich selbst stark einbringende Herr Cucinelli, dass das System in der Lage ist, die Audio- und Video-Signale im ganzen Gebäude zu verteilen - von der Bühne zum FOH-Platz und zurück, in die Backstage-Bereiche, zum Foyer und auch nach draußen, wo sich eine zweite Bühne (Open Air) befindet.
"Er wollte auch, dass das System bei Bedarf erweiterbar und in ästhetischer Hinsicht unauffällig sein sollte. Das historische Erscheinungsbild des Gebäudes durfte nicht beeinträchtigt werden", so Stephan weiter.
"Folglich waren dicke Multicores mit XLR-Anschlüssen am FOH-Platz oder bei der Open-Air-Bühne nicht erwünscht. Und die Lautsprecher-Gehäuse mussten weiß und möglichst unsichtbar sein."
Stefans Antwort auf diese höchst anspruchsvollen Bedingungen war ein Yamaha-System mit CobraNet-Unterstützung. Eine digitale Mixing-Engine vom Typus DME64N fungierte als Gehirn eines Systems aus Verstärkern der PC-Reihe, Lautsprechern der Installation-Reihe und einer LS9-16-Mischkonsole an der FOH-Position.
Das Parkett wird von zwei IF2208-Fullrange-Lautsprechern der Installation-Reihe und zwei IS1118-Subs beschallt. Vier IF2108-Modelle bilden die Delay-Lines, um auch die Platze weiter hinten zu erreichen. Ähnlich verhält es sich bei den Rängen. Diese werden vom Hauptsystem über zwei IF2208 beschallt - allerdings mit jeweils nur einer zusätzlichen IF2108 auf jeder Seite als Delayline. Alle Gehäuse wurden weiß lackiert. Die Fullrange-Boxen werden von PC4801N-Lautsprechern aus mit Leistung versorgt.
Die gesamte System-Verwaltung, das Signalrouting, die Laufzeit-Delays und die Entzerrung via EQ werden von der DME64N übernommen. Ein paar DME8i-C-Satelliten hängen an den Stageboxen der Bühne, und eine DME4io-C routet den Bühnensound und Künstler-Aufrufe zu den Ankleideräumen im Backstage-Bereich.
"Wir mussten das System mit äußerster Sorgfalt entzerren, weil der Zuschauerraum sehr groß ist", so Stephan. "Aber wir haben die Boxen mit präzise positioniert und die Delays und den EQ in der DME64N sehr genau eingestellt, sodass es hier nun extrem gut klingt.
"Unser Ziel war es, das System präzise an die Akustik des Gebäudes anzupassen. Weil der Zuschauersaal so groß ist, mussten wir die Höhen anheben und dafür Sorge tragen, dass auch die Bässe straff und unter Kontrolle bleiben. Aber wir erreichten auch eine hohe Sprachverständlichkeit und Transparenz. Darüber hinaus bleibt der Charakter jeglicher Musik, die auf der Bühne gespielt wird, sehr gut erhalten. Im gesamten Saal liefert das System einen konstanten Pegel zwischen 75 und 85 dBA."
Für die unterschiedlichen Darbietungen wurden an der DME zwei Basis-Presets programmiert. Bei dem einen handelt es sich um ein "normales" Preset, das einen neutralen Sound liefert, während das andere für die Sprachbeschallung verwendet wird. Letzteres hat andere Delay- und EQ-Einstellungen, sodass die Zuschauer sehr stark den Eindruck bekommen, dass der Sound tatsächlich von der Mitte der Bühne kommt.
Stephan entschied sich nicht nur wegen dessen Flexibilität, Zuverlässigkeit und geringer Größe für das LS9. Ein wichtiger Grund war auch, dass die meisten Tonleute das Pult gut kennen - und jenen, die noch keine Berührungen damit hatten, ist die Technik, die man für eine Vorstellung benötigt, in wenigen Minuten erklärt.
"Die Arbeit mit dem LS9 ist auch für Neulinge sehr einfach, ohne dass wir ihnen jede Funktion einzeln erklären müssen. Wir haben absolute Novizen an der Konsole und es hat kaum 10 Minuten gedauert, ihnen zu zeigen, wie man sie benutzt."
Das System hat sich unzweifelhaft als Erfolg erwiesen - und zwar auch für einen Theatergründer, dem das Beste gerade gut genug ist. Yamaha-Equipment hat wieder einmal gezeigt, dass es auch die schwierigsten Situationen meistern kann.
"Das Systemdesign hat über ein Jahr gedauert und ich muss sagen, dass alle sehr zufrieden damit sind. Auch ich bin sehr angetan vom Yamaha-Equipment - insbesondere von den DME-Produkten, die mir schon bei vielen Installations-Projekten geholfen haben", resümiert Stephan.
Weitere Infos: www.yamahacommercial.com
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