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Zwei Brit Awards für Electro-Voice-System

11.03.10

Sound-Designer Derrick Zieba und die Rental Company Britannia Row waren für die Produktion der BRIT Awards verantwortlich.

Neben den Grammys sind die, traditionell in Londons Earls Court verliehnen BRIT Awards die wichtigsten Preise der Musikindustrie. Ein gigantisches Star- und Medienaufgebot – darunter am 16. Februar 2010 Robbie Williams und Alicia Keys – unterstreichen Jahr für Jahr den Stellenwert der glamourösen Veranstaltung. Tradition ist mittlerweile auch, dass die Produktion des Mega-Events in den Händen der britischen Rental Company Britannia Row liegt, mit Derrick Zieba als Sounddesigner.


                      Der Earl’s Court kurz vor der BRIT Awards-Verleihung am 16. Februar 20

Seit 15 Jahren ist der renommierte Tontechniker bereits für den guten Ton bei den BRITs verantwortlich. Obwohl er in den letzten Jahren dabei ausnahmslos auf die Performance von Electro-Voice X-Line vertraute, nahm die diesjährige Produktion für ihn einen besonderen Stellenwert ein. Der Grund: das System-Upgrade mit FIR-Drive (Finite Impulse Response Filtering). „Es ist, als ob man ein völlig neues System bedienen würde“, sagt Zieba und führt weiter aus: „Bei den BRIT Awards geht es zu 50 Prozent des Outputs um Vocals. Mit Peter Kay hatten wir in diesem Jahr einen hervorragenden Moderator. Doch wenn die Künstler auf die Bühne kamen, mussten wir gerade im Mittenbereich für einen klaren Vocal-Sound sorgen – und das, bei einer kreischenden Menge.“ Dieses Vorhaben gelang Zieba in diesem Jahr vor allem durch FIR-Drive-Software und –Hardware. „Damit haben wir grandiose Definition in den höheren Mitten und Höhen hinbekommen, ohne dass Punch und Drive in den unteren Mitten und Bässen dabei auf der Strecke geblieben wären.“


               Derrick Zieba (l) und Brit Row’s Systemspezialist Chris Coxhead, Presentation Engineer

Vor allem bei den Performances von R’n’B- und Rap-Stars spielte das System, so Zieba, seine erstaunlichen Stärken aus. „Natürlich ist die X-Line immer noch das ultimative Rock ‘n‘ Roll-System, das hat man bei den Auftritten von Robbie Williams und Kasabian gut hören können. Doch von dem subtilen Vortrag von Alicia Keys und dem wuchtigen Rap von Jay Z war ich echt begeistert. Für mich haben die Vocals nie besser als mit diesem Setup geklungen.“

Wie schon im Vorjahr, entschieden sich Zieba und das Britannia Row Team für folgende Systemkonfiguration:
Geflogene X-Line-Tops (je links und rechts von der Bühne), mit zehn Xsubs und einem Centre-Cluster, bestehend aus sechs kleinen Cabinets (für die vorderen Reihen). Als Delay-System kam – als L/R/L-Arrangement – ein mit 8 x EV XLS Cabinets bestücktes Cluster zum Einsatz.
Für Steuerung und Kontrolle des Systems war ein integriertes NetMax Digital-Matrix-System von Electro-Voice zuständig. Für Derrick Zieba ein geradezu unverzichtbares Tool: „Das vollständige System wird via IRIS-Net angesteuert und kontrolliert. Doch auch NetMax war enorm hilfreich. Wir hatten damit genaue und lückenlose Kontrolle über alle kleineren Lautsprecher, konnten mit einem EQ und Delay eingreifen, wo es notwendig war und so ein optimales Klangergebnis erzielen. So haben wir mit NetMax die gleiche vollständige Kontrolle über diesen Systemabschnitt, wie wir es mit IRIS auch über die Haupt-PA haben.“


                                                           Der Hingucker der Show: Lily Allen

Die Main-PA, fixiert in luftiger Höhe – rund 15 Meter über der Bühne. Bryan Grant von Britannia Row sagt warum: „Die BRIT-Awards sind in erster Linie eine Fernseh-Veranstaltung. Das heißt: Niemand möchte Sound-Equipment im Bild haben. Das ist einer der Gründe, warum wir immer wieder auf die X-Line vertrauen: Wir können alle Bass-Cabinets fliegen, die Bühne ist schön frei und das Publikum bekommt erstklassigen Full-Range-Sound geliefert.“ Derrick Zieba ergänzt: „Die X-Line hat schon immer Künstler akustisch von ihrer besten Seite gezeigt. Doch mit FIR-Drive hat das System ein Upgrade erfahren, das die X-Line mindestens weitere fünf Jahre konkurrenzfähig im High-End-Bereich macht.“ Deshalb steht für Zieba auch längst fest, dass er bei den Classical BRITS im Mai erneut auf das bewährte Team aus X-Line, FIR-Drive & Co. setzt.

Mehr Informationen:
www.electrovoice.com
www.bosch.com

 

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